Inhalte und Ziele der Psychomotorischen Förderung

Inhalte

In der Psychomotorikgrupe bilden ca. 6 bis 10 Kinder eine Kleingruppe. Die Kinder sollten in etwa ein ähnliches Altter haben (z.Bsp. 3-4 jährige, 5-6 jährige,...), so kann das Angebot individueller gestaltet werden, ohne dass sich die Kinder über- oder unterfordert fühlen. Die Psychomotorik betrachtet das Spiel als ideale Möglichkeit, den motivierenden Faktor des Spiels und die anregende Situation der Bewegung in eine entwicklungsfördernde Struktur umzuformen. Wesentliche Bestandteile einer Psychomotorikstunde sind:

> > Alle Spiele und Übungen werden von Musik begleitet < <



Ziele

Die Kinder sollen sich in einem „bewertungsfreien“ Rahmen erleben und erfahren können, so wie es ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entspricht. Sie sollen die Möglichkeit haben, aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden das Angebot auswählen zu können, das ihren Voraussetzungen entspricht, oder aber die Fähigkeit erwerben, für sich zu sorgen, indem sie sich selbst um Alternativen kümmern.

Folgende (motorische) Basiskompetenzen sollen in den Psychomotorikstunden gefördert werden

Taktile Wahrnehmung

Körpererfahrung

Kraft

Visuelle Wahrnehmung

Sozialerfahrung

Ausdauer

Auditive Wahrnehmung

Materialerfahrung

Gelenkigkeit

 

 

Schnelligkeit


Darüberhinaus möchte die Psychomotorik dem Kind Grundqualifikationen sozialen Handelns vermitteln:

1. Soziale Sensibilität

2. Regelverständnis

3. Kontakt- und Kooperationsfähigkeit

4. Frustrationstoleranz

5. Toleranz und Rücksichtnahme

Quellennachweis: (ZIMMER 1993, 33 Handbuch der Psychomotorik)

Ziel der psychomotorischen Förderung ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbständigen Handeln anzuregen (Handlungskompetenz entwickeln) und durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfahigkeit beizutragen.

Somit kann Psychomotorik als ein Konzept ganzheitlicher Erziehung und Persönlichkeitsbildung durch Wahrnehmung und Bewegung verstanden werden