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In der Psychomotorikgrupe bilden ca. 6 bis 10 Kinder eine Kleingruppe. Die Kinder sollten in etwa ein ähnliches Altter haben (z.Bsp. 3-4 jährige, 5-6 jährige,...), so kann das Angebot individueller gestaltet werden, ohne dass sich die Kinder über- oder unterfordert fühlen. Die Psychomotorik betrachtet das Spiel als ideale Möglichkeit, den motivierenden Faktor des Spiels und die anregende Situation der Bewegung in eine entwicklungsfördernde Struktur umzuformen. Wesentliche Bestandteile einer Psychomotorikstunde sind:
Ankommen
der Kinder
Während die einen sich noch umziehen, können
die anderen schon frei in der Turnhalle herumtollen. Wenn alle
fertig sind, treffen wir uns in der Mitte der Halle zum
Sitzkreis
Hier
besprechen wir den Ablauf der jeweiligen Stunde und überlegen,
ob alle Kinder aus der Gruppe da sind. Danach gibt es eine Runde zum
Aufwärmen
mit
einem Lauf- oder Fangspiel (ohne Verlierer) wärmen sich die
Kinder spielerisch auf. Nach zwei bis drei Durchgängen treffen
wir uns wieder zum
Sitzkreis
wir
reflektieren das Spiel und besprechen den weiteren Verlauf der
Stunde. Das Thema der Stunde wird vorgestellt. (z.Bsp. Bierdeckel)
Experimentierphase
die
Kinder haben Zeit, mit oder ohne Material verschiedene Übungen
auszuprobieren. Wenn wir uns anschließend wieder im
Sitzkreis
treffen,
berichten die Kinder von ihren Erfahrungen.
Hauptteil
Ich
greife die Ideen auf und motiviere die Kinder, die Übungen der
anderen nachzuahmen. Je nachdem, wieviel Ideen von den Kindern
kommen, habe auch ich noch Spiel- und Übungsvorschläge
parat.
Entspannung
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Nach einer turbulenten Stunde ist es wichtig, dass die Kinder wieder zur Ruhe kommen, ehe sie die Turnhalle verlassen. Je nach Übung suchen sich die Kinder alleine oder zu zweit eine Matte auf die sie sich legen können und begleitet von ruhiger Musik findet nun eine Entspannungsübung statt. (z. Bsp. Bierdeckelentspannung) |
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Abschlusskreis
Jedes
Kind bekommt von mir ein Feedback darüber, wie ich die Stunde
mit ihm erlebt habe, aber auch die Kinder sollen sagen, was ihnen in
der Stunde gut oder nicht so gut gefallen hat.
> > Alle Spiele und Übungen werden von Musik begleitet < <
Ziele
Die Kinder sollen sich in einem „bewertungsfreien“ Rahmen erleben und erfahren können, so wie es ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entspricht. Sie sollen die Möglichkeit haben, aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden das Angebot auswählen zu können, das ihren Voraussetzungen entspricht, oder aber die Fähigkeit erwerben, für sich zu sorgen, indem sie sich selbst um Alternativen kümmern.
Folgende
(motorische) Basiskompetenzen sollen in den Psychomotorikstunden
gefördert werden
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Taktile Wahrnehmung |
Körpererfahrung |
Kraft |
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Visuelle Wahrnehmung |
Sozialerfahrung |
Ausdauer |
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Auditive Wahrnehmung |
Materialerfahrung |
Gelenkigkeit |
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Schnelligkeit |
Darüberhinaus möchte die Psychomotorik dem Kind Grundqualifikationen sozialen Handelns vermitteln:
1. Soziale Sensibilität
Gefühle anderer wahrnehmen
sich in die Lage eines anderen hineinversetzen
die Bedürfnisse anderer erkennen und im eigenen Verhalten berücksichtigen (z.Bsp. Geräte abgeben)
Wünsche anderer erkennen
2. Regelverständnis
Gruppenspiele mit einfachen Regeln spielen
Vereinbarte Regeln verstehen und einhalten
selber einfache Regeln (z.Bsp. im Freispiel) aufstellen
3. Kontakt- und Kooperationsfähigkeit
im Spiel Beziehung zu anderen aufnehmen
andere als Mitspieler anerkennen
Hilfe annehmen und anfordern
miteinander spielen
gemeinsam Aufgaben lösen (Geräte transportieren)
anderen helfen
eigene Gefühle ausdrücken und anderen mitteilen
sich verbal mit anderen auseinandersetzen
4. Frustrationstoleranz
Bedürfnisse aufschieben, zugunsten anderer Werte zurückstellen
nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen
mit Misserfolgen umgehen lernen
sich in einer Gruppe einordnen können
5. Toleranz und Rücksichtnahme
die Leistungen anderer akzeptieren und anerkennen
die Andersartigkeit anderer respektieren (z.Bsp. Korpulenz/Übergewicht)
die Bedürfnisse anderer tolerieren und sich beim gemeinsamen Spiel darauf einlassen
Schwächere ins Spiel integrieren
auf schwächere Mitspieler Rücksicht nehmen
Quellennachweis: (ZIMMER 1993, 33 Handbuch der Psychomotorik)
Ziel der psychomotorischen Förderung ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbständigen Handeln anzuregen (Handlungskompetenz entwickeln) und durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfahigkeit beizutragen.
Somit kann Psychomotorik als ein Konzept ganzheitlicher Erziehung und Persönlichkeitsbildung durch Wahrnehmung und Bewegung verstanden werden